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Fortschritt im Dienst der Landwirtschaft

Der Aspekt Nachhaltigkeit spiegelt sich nicht nur in unseren Geschäftspraktiken, sondern auch in vielen unserer Produkte wider. Wir verstehen, dass eine nutzenbringende Innovation über die bloße technische Leistung hinausgeht und eine Verpflichtung gegenüber unserem Planeten und den zukünftigen Generationen in der Landwirtschaft beinhaltet. Dieser Ansatz hat in den vergangenen Jahren zu einigen Produktinnovationen geführt, die Produkteffizienz und Umweltfreundlichkeit weit besser in Einklang bringen.

Unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung unterstützt die Gruppe in der Entwicklung neuer Produkteigenschaften beispielsweise durch Werkstoffinnovationen. Durch die Entwicklung oder den Einsatz neuer Materialien, die sowohl leistungsstark in Bezug auf erhöhten Verschleißschutz als auch nachhaltig sind, haben wir die Messlatte für Qualität und Umweltverträglichkeit deutlich höher gelegt.

Insgesamt setzt sich FRANK ORIGINAL für eine Zukunft ein, in der Technologie und Nachhaltigkeit als integrale Bestandteile unseres Engagements für Exzellenz und verantwortungsbewusstes Handeln gelten.

Die Zukunft der Agrartechnik mitentwickeln

Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei FRANK ORIGINAL ist ein wichtiger Impulsgeber in der FRANK Group und trägt dazu bei, die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen zu stärken.

Ein Schwerpunkt der Abteilung liegt auf der Entwicklung innovativer Werkstoffkonzepte und der Optimierung von Produkteigenschaften, die dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit unserer Verschleißteilprodukte zu verbessern. Diese Konzepte werden mit Blick auf aktuelle Marktanforderungen sorgfältig entwickelt und getestet. Hierbei werden realistische und praxistaugliche Lösungen erarbeitet, die ökologischen Nachhaltigkeitsanforderungen gerecht werden und gleichzeitig den wirtschaftlichen Aspekten des Landbaus Rechnung tragen.

Auf der Basis ausgewiesener Werkstoffkompetenz werden Werkstoffprüfungen durchgeführt, die sicherstellen, dass die verwendeten Materialien den Anforderungen an Festigkeit und Haltbarkeit entsprechen. Dies erfolgt durch umfangreiche Tests und Analysen, die eine objektive Bewertung der Materialqualität ermöglichen.

Die Durchführung von Feldversuchen ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit der Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Hierbei werden neue Produkte und Technologien unter realen Einsatzbedingungen getestet und evaluiert, um deren Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit zu überprüfen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in den Entwicklungsprozess ein und tragen dazu bei, Produkte kontinuierlich zu verbessern.

Als Schnittstelle zur Wissenschaft pflegt die Forschungs- und Entwicklungsabteilung enge Kooperationen mit Hochschulen und außeruniversitären Forschungsorganisationen. Diese Partnerschaften ermöglichen den Zugang zu aktuellem Forschungswissen und unterstützen den Austausch von Know-how und Innovationen. Durch gemeinsame Forschungsprojekte und -Programme werden neue Erkenntnisse generiert und innovative Lösungen entwickelt, die einen Mehrwert für das Unternehmen und die Branche insgesamt bieten.

Agrartechnik optimieren – ein Beispiel

Die Landwirtschaft sieht sich vermehrt mit den Herausforderungen durch den Klimawandel und extreme Wetterbedingungen konfrontiert. Zugleich ist sie eine wesentliche Quelle für die Freisetzung von Treibhausgasen. Vor diesem Hintergrund spielt der bewusste Umgang mit Stickstoffdüngern eine entscheidende Rolle. Dieser trägt nicht nur zur Sicherung stabiler Ernteerträge und zur wirtschaftlichen Effizienz bei, sondern unterstützt ebenso den Klimaschutz und die Anpassungsfähigkeit an klimatische Veränderungen.

FRANK ORIGINAL ist Teil eines Projekts zur Entwicklung und Validierung eines Verfahrens zur präzisen Platzierung von Flüssigdüngersubstraten bei Getreidepflanzen. Zentral geht es um die Etablierung eines Geräts zur wurzelnahen Flüssigdüngerapplikation. Hierdurch kann die Menge an eingesetztem Dünger reduziert werden, was dazu beiträgt, die Umweltbelastungen durch Auswaschung und Emission von Treibhausgasen (Lachgas, N2O) zu senken.

Im Projektkonsortium ist FRANK ORIGINAL für die Fertigung des sogenannten Injektionsschars zuständig. Dieses soll einen Schlitz im Boden schaffen, in den der Dünger appliziert wird. Das Schar läuft dabei hinter einer Sechscheibe.

Beschichtungskonzept mit Substitution eines Konfliktrohstoffs

Die Beschichtung von landwirtschaftlichen Verschleißteilen mit Hartmetallen ist in der Agrartechnik ein etabliertes Verfahren. In der Regel kommt als Hartmetall hierbei Wolframcarbid zum Einsatz, welches industriell aus Wolfram und Kohlenstoff hergestellt wird. Wolfram selbst gilt als Konfliktrohstoff.

Für den EU-Import sogenannter Konfliktmineralien wie u.a. Zinn, Tantal und Wolframwurden im Jahr 2021 deshalb weitgehende Sorgfalts- und Prüfpflichten entlang der Lieferkette verbindlich.

Für einen deutschen Landmaschinenhersteller hat FRANK ORIGINAL ein Beschichtungskonzept entwickelt, welches das Konfliktmineral Wolfram in der Legierung durch Eisen ersetzt. Dieses Konzept wurde zunächst für Schneidapplikationen oberhalb des Bodens entwickelt. Aktuell wird das Beschichtungsverfahren für weitere Einsatzzwecke erprobt.

Diese neu entwickelte Eisenlegierung mit 1/3 weniger Dichte eignet sich für eine Beschichtung mittels Laserauftrag schweißen inklusive Overspray-Recycling. Das garantiert eine maximal effiziente Rohstoffnutzung. Das Verfahren erzeugt eine abrasionsbeständige Schutzschichtung und steht für eine nachhaltige Werkzeugqualität.

Für die Entwicklung dieses neuartigen Beschichtungskonzeptes wurde FRANK ORIGINAL im Jahr 2022 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit dem Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2022 ausgezeichnet. Der Preis wurde damals branchenübergreifend an vier Unternehmen sowie eine Hochschule aus Deutschland verliehen, die sich für innovative Leistungen beim sparsamen und effizienten Einsatz von Rohstoffen auszeichnen und beispielhaft für innovative Leistungen auf diesem Gebiet stehen.

Prozessinnovation – ein Beispiel

Die Vergütung unserer Verschleißteilprodukte ist eine Kerntechnologie von FRANK ORIGINAL. Optimierungen der hierfür erforderlichen Prozesstechnologien verbinden die beständige Verbesserung der Produkteigenschaften – die für den Einsatzzweck des Verschleißteils gewünschte Kombination aus Verschleiß- und Schlagbeständigkeit – mit einem möglichst effizienten Energieeinsatz während des Vergütens.

Entscheidend hierbei ist die Festlegung der minimal erforderlichen Aufheiz- und Haltezeiten für unterschiedliche Stähle in innovativen IR-Anlassprozessen, welche für das Erreichen der jeweils gewünschten Materialeigenschaften erforderlich sind. Im Ergebnis verlassen pressgehärtete Stahl-Bauteile mit exzellenten Materialeigenschaften und einer sehr guten Energiebilanz unsere Produktion.

Modernste Produktion am Standort Hatzfeld




Modernste Produktion am Standort Sandersdorf-Brehna